Kurze Pause

Ich habe jetzt seit  9 Tagen nichts geschrieben. 9 Tage N I C H T S.

„Tägliches Manna“ sieht anders aus.

Aber mein Kopf kann im Moment nicht denken. Ein großes leeres Loch.

Ich werde hier auch weiter schreiben.

Nur nicht heute. Morgen vielleicht. Oder Übermorgen vielleicht. Oder Überübermorgen vielleicht.

Irgendwann bestimmt.

 

 

 

Merkt man, dass du Christ bist?

Weiter geht’s mit dem nächsten Bibelvers und der Betrachtung von Ernst Modersohn:

Bei einem ihrer Raubzüge nach Israel hatten die Syrer ein junges Mädchen entführt. Das war als Sklavin zu Naamans Frau gekommen. Einmal sagte sie zu ihrer Herrin: „Wenn mein Herr doch zu dem Propheten gehen könnte, der in Samaria wohnt! Der würde ihn von seinem Aussatz heilen. 2. Könige 5:2-3

Als Sklavin kommt das junge Mädchen in Naamans Haus. Der Marschall ist an Aussatz erkrankt, er muss von den übrigen Familienmitgliedern isoliert werden; das bedingt eine Vergrößerung der Dienerschaft. Zuerst wird es das Mädchen sehr schwer empfunden haben, gerade in Naamans Haus zu kommen. War er doch der syrische Feldherr, der ihre Heimat überfallen und geplündert hatte!

Aber bald sah sie : Mein Herr und seine Frau sind noch viel unglücklicher als ich, denn Naaman ist aussätzig und deshalb dem Tode verfallen und – dabei haben die bedauernswerten Leute keinen lebendigen Gott! Ein tiefes Mitleid zog in das Herz des Mädchens ein.
Sie dachte, wenn ich dich meinen armen Herrn doch helfen könnte!

Plötzlich fiel ihr der Prophet Elisa ein. Er hatte ja mal einen Knaben auferweckt, der an Sonnenstich gestorben war. Wenn er das konnte, dann konnte er doch gewiss auch ihren Vorgesetzten vom Aussatz erretten!

Endlich fasste sie sich ein Herz, klopfte an die Tür der Herrin und brachte ihre Botschaft vor: „Ach, dass mein Herr bei dem Propheten von Samaria, der würde ihn von seinem Aussatz losmachen!“ Die Herrin horchte auf. „Was sagst du da, Kind? Was ist das mit dem Propheten zu Samaria?“ Und nun musste das Mädchen alles erzählen, was sie von dem Gottesmann er Heimat wusste.

Staunend, hoffnungsvoll hörte die Frau zu. Ein Hoffnungsstrahl fiel in ihre Kummernacht hinein. Ja, wenn der Mann das täte! – Was dürfen wir daraus schließen, dass die Botschaft des Mädchens bei ihrer Herrschaft auf so einen guten Boden fiel, dass der Marschall daraufhin zum König gng und um Urlaub bat?

Gewiss war das Mädchen zuverlässig und gewissenhaft, sonst würde man ihren Worten nicht ein solches Vertrauen entgegen gebracht haben. Wäre sie untreu gewesen in ihrer Arbeit, geschwätzig, verlogen, dann hätte ihre Herrin gesagt: „Ach, was die sagt, darauf kann man nichts geben!“

Aber man kannte sie als treu und sorgfältig in allem Reden und Tun, darum schenkte man ihr auch jetzt ein solches Vertrauen. Wieviel kommt doch darauf an, dass wir in unserem irdischen Beruf, welcher Art er auch immer sein mag, treu und gewissenhaft sind! Nur wenn wir das sind, wird auch das Zeugnis unseres Glaubens gewertet und angenommen werden.

Und dazu sind doch alle die berufen, die gläubige Christen sind. Wir können nicht wie Kain sagen: „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ Nein, wer selbst an Gott glaubt, der wird auch den Wunsch des Mädchens verstehen: Ach, dass der arme Mensch bei dem Propheten von Nazareth wäre,.der würde im vom Aussatz der Sünde helfen und ihm ewiges Leben geben! Ja, wer Gott als den Helfer kennt, der kann und darf es nicht für sich behalten.


Das wäre dann das riesengroße Thema, dass man Christen in der Öffentlichkeit auch als Christen wahrnehmen sollten.

Ist es so? Kann man durch die Straßen gehen und merken, wer ist Christ, wer nicht?
Oder in der U-Bahn? Da sitzt man sich gegenüber und müsste doch merken, wer eine lebendige Beziehung zu Gott hat. Das müsste sich doch im Gesichtsausdruck bemerkbar machen?

Also ich finde nirgendwo einen Unterschied. Ich sehe meckernde Christen und freundliche Nicht-Christen und umgekehrt.

Ist es der Zeitgeist, dass jeder Christ oder Nichtchrist in irgendein anderen Hamsterrad steckt?

Und ich? Merkt man mir es an? Würde ein Nichtchrist in meiner momentanen schwierigen Situation anders sein?
Ich weiß es nicht.

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Was Hänschen lernt …

Und weiter geht es mit dem 2. Vers von 2. Könige 5, ein Kommentar von Ernst Modersohn:

 Bei einem ihrer Raubzüge nach Israel hatten die Syrer ein junges Mädchen entführt. Das war als Sklavin zu Naamans Frau gekommen. 2. Könige 5:2

Eine traurige Geschichte, die uns in diesen wenigen Worten erzählt wird! Was für ein Meer von Herzeleid in denselben! Mit einem Male, wahrscheinlich mitten im Frieden, brechen die Syrer herein und überfallen den Ort.

Die Männer, die sich zur Wehr setzen, um für Frau und Kind, für Haus und Hof zu kämpfen, sind bald nieder gemacht, von der Übermacht überwältigt. Nun geht es ans Plündern und Rauben.

In einer langen Karawane zusammengekoppelt, werden Frauen und Mädchen abgeführt, um in Syren in die Sklaverei verkauft zu werden. Was für ein entsetzliches Geschick!

So verließ das junge Mädchen, von dem wir hier hören, die Heimat. Das war ein trostloser Abschied! Mutterseelenallein, fern von Vater und Mutter, in die fremde, kalte Welt hinaus gestoßen zu werden, wo sie niemand verstehen konnte, wo niemand Jahwe kannte und verehrte – wie schwer war das! Das arme Mädchen!

Und doch war sie nicht arm, denn sie nahm etwas mit aus ihrer Heimat, was mehr wert war als Silber und Gold und Kisten voll Leinwand und Heiratsgut. Sie nahm den lebendigen Glauben an den lebendigen Gott mit.

Den hatte sie daheim gelernt, und der kam ihr jetzt gut zustatten. – Wie wichtig ist es doch, dass unsere Kinder, wenn sie einmal früher oder später das Elternhaus verlassen, diese Ausrüstung mitnehmen! Es ist wohl gut, wenn Eltern ihre Kinder etwas Ordentliches lernen lassen, damit sie sich einmal ihr eigenes Brot verdienen und auf eigenen Füßen stehen können.

Und doch, das genügt nicht. Wichtig ist, dass sie aus dem Elternhaus die Erinnerung  mitnehmen an den lebendigen Glauben von Vater und Mutter, ja, dass sie selber zu solch einen Glauben gekommen sind. Es ist eine große Verantwortung, die alle Eltern tragen, dass sie ihre Kinder durch gute Lehre und vor allem durch ein lebendiges Vorbild und Beispiel auf Gott, den Herrn, hinweisen und sie ihm nahe bringen.

Wenn sie im Elternhaus dieses Vorbild gesehen haben, dann stehen sie später im Kampf des Lebens ganz anders da, als wenn es daran gefehlt hat. Die Mutter des jungen Mädchens aus Israel hat jedenfalls die Zeit genutzt, um guten Samen in das Herz des Kindes zu sehen. Als das arme Kind nun so jählings aus der Heimat fortgerissen wurde, ging  sie nicht allein in die Fremde, sondern wusste: der Herr geht mit mir!

Sie wäre ja sonst vergangen in ihrem Elend. Nun hielt sie die Nähe Gottes, nun hielt der Glaube an ihn sie aufrecht. Und darum wurde sie nicht nur selbst getröstet, sondern sie konnte auch dem Hause, in dem sie als Sklavin kam, zum Segen werden. Gott wolle Gnade geben, dass auch unsere Kinder alle zum lebendigen Glauben an ihn gelangen!


Wenn ich das so lese, wünschte ich mir, dass meine Eltern mir auch so ein Start mitgegeben hätten. Es wäre vielleicht manches einfacher geworden.

Meine Eltern sind/waren Atheisten. Und so bin ich erzogen wurde. Kirche ist doof, da gehen nur Kranke und Alte hin.

Oder Karl Marx: Religion ist das Opium des Volkes …

Zum Glauben, zu Jesus Christus, zu unseren himmlischen Vater bin ich erst als erwachsene Frau gekommen. Und das ganz bewusst.

Die Variante, die vielen Namenschristen haben, als Baby getauft und von da ab jedes Weihnachten in die Kirche – blieb mir erspart. Mittlerweile kenne ich einige davon. Eine lebendige Beziehung zu unserem Gott, die auch den Alltag bestimmt – ist in unseren christlichen Abendland nicht wirklich verbreitet. Und „Segen sein“ in einer unchristlichen Umgebung – da fällt mir  fast überhaupt kein Beispiel ein. Gibt es aber bestimmt. Aber die allermeisten (ich eingeschlossen) lassen uns derart von unseren äußeren Umständen beeinflussen und flehen unseren himmlischen Vater an, wenn es nicht so läuft wie wir es uns wünschen.

Und somit war der heutige Bibelvers ein wunderbares Beispiel dafür, woran ich noch mächtig zu arbeiten habe.

Danke.

 

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Die Sünde als Gruselkabinett

Vor langer Zeit hatte ich in einem Andachtsbuch  („Tägliche Stille“ von Ernst Modersohn) die Geschichte Josephs gelesen. Die Auslegung gefiel mir derart gut, dass die Joseph-Geschichte seitdem zu meiner Lieblingsgeschichte gehört.

Nun habe ich im gleichem Buch die Geschichte über Elisa und dem Feldhauptmann Naeman gefunden. In der Bibel steht die Geschichte im 2. Könige, Kapitel 5. Damit will ich mich in den nächsten Tagen beschäftigen.

Heute geht es los mit dem ersten Vers:

„Naaman, der oberste Heerführer von Syrien, war ein ausgezeichneter Soldat und Stratege. Er genoss hohes Ansehen, und der König schätzte ihn sehr, hatte doch der Herr durch Naaman den Syrern zum Sieg über die Feinde verholfen. Doch Naaman war aussätzig!“ 2. Könige 5:1

Ernst Modersohn (er lebte 1870-1948 – was man auch an seinem Ausdruck merkt) schreibt dazu:

In der nächsten Zeit wollen wir noch eine Geschichte aus dem Leben des Propheten Elisa betrachten, und zwar die wunderbare Naemansgeschichte. Sie wird uns viel zu sagen haben.

Wer in dem Hause des Feldhauptmanns Naeman vorbeiging, mochte wohl denken: Was für ein glücklicher Mann er doch ist! Der König hielt große Stücke auf ihn, das Heer hing mit Begeisterung an seinem Führer, er hatte eine liebe Frau, gewiss auch prächtige Kinder – kurz ein glücklicher Mann, der Marschall Naeman! Ja, wenn nur das eine Wörtlein  nicht da stände: „Aussätzig“.

Damit war das Todesurteil über ihn und sein Glück gesprochen. Wer aussätzig war, der musste bei lebendigen Leibe verfaulen. Der war ausgestoßen aus der menschlichen Gesellschaft. Nie wieder durfte er seine Frau herzen und seine Kinder an sich drücken, denn von Aussätzigen ging Tod und Verderben aus. Die Krankheit war nicht nur  unheilbar und tödlich, sondern auch überaus ansteckend. Einsam musste der Aussätzige seine Tage zubringen, einsam musste er sterben. Niemand von seinen Lieben durfte ihn durfte ihm im Sterben den letzten Schweiß von der Stirn wischen. Was für ein trostloses Geschick! – Jeder Mann  in Naemans Heer ist besser dran als der gefeierte, siegreiche Heerführer! Der arme, arme Mann!

Und nun sage ich, und zwar im vollem Bewusstsein, dass dieser aussätzige Naeman ein Bild von uns ist. Der Aussatz ist ein zutreffendes Bild von unserer Sünde. Der Apostel Paulus hat recht, wenn er sagt: „Es ist hier kein Unterschied, sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den sie bei Gott haben sollten.“ Und wiederum: „Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer.“

Wir sind von Natur allzumal krank an dm Aussatz der Sünde, denn die Sünde ist „zu allem durchgedrungen.“ Wohl äußert sich dieser ‚Aussatz‘ nicht bei allen gleich. Bei manchen tritt er äußerlich in erschütternder Weise in Erscheinung, etwa bei einem Trunksüchtigen oder einem Wollüstigen. Bei anderem äußert sich der Sündenaussatz nicht so. Dem Hochmütigen und em Heftigen und dem Ehrgeizigen  merkt man es nicht so an, dass er aussätzig ist. Aber Aussatz ist Aussatz. Denke mal an die Fülle deiner Gedankenwelt! Wie viele Gedanken sind vor Gott Sünde! Oder denke an deine Worte! Wie viele Worte sprichst du, die als Sünde  dein Leben belasten.

Wie ist das gekommen? Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. Und denk an deine Taten! Wer Licht über sich selber bekommt, der erschrickt, wenn er erkennt, dass der „aussätzig“ ist, verloren durch die Sünde.

Hast du dich schon  als „aussätzig“ erkannt? Bist du schon von deinem „Aussatz“ geheilt?


Ich mag ja gern bei meinem Beiträgen ein Bild einfügen, aber Bilder von Aussätzigen (oder Lepra) sind ja derart gruselig, dass ich es einfach nicht fertig gebracht habe, ein Bild zu posten.

Sicher kennt jeder ein solches Bild. Und wenn in dem Kommentar zu dem ersten Bibelvers der Aussatz mit Sünde verglichen wird, heißt das ja, dass wir alle genauso herumlaufen. Und nun überlege ich mir, wenn auf der Straße nur noch Menschen zu sehen sind, deren Sünden so sichtbar sind.

Das ist das reinste Gruselkabinett! Das will keiner sehen. Aber manchmal braucht man solche Bilder um Sachen sichtbar zu machen. WIE würde ICH wohl aussehen?

In den nächsten Tagen werde ich sehen, wie die Geschichte weiter kommentiert wird.

(Ich hoffe, ich träume die Nacht nicht davon, wie unsere Städte aussehen würden, wenn die Sünde für jeden sichtbar wäre)

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2. Könige 4 und viele Krüge voller Öl

In den ersten 8 Versen  des 4. Kapitels wird von einer Witwe erzählt, die sich in einer wirtschaftlich schwierigen Phase befand, keine Rentenversicherung, kein Harz IV

Sie war schon soweit, dass sie ihre beiden Söhne als Knechte hätte verkaufen müssen. Aber es kam  nicht dazu, sie fleht in ihrer Verzweiflung Elisa um Hilfe an.

Das einzige, was sie hatte, war ein kleiner Krug mit Öl. Elisa wies sie an, alle leeren Gefäße, die sie nur finden konnte, zu holen und sich in ihrer Hütte einzuschließen. Nun sollte sie alle Krüge mit dem Öl füllen. Und sie tat es. So füllte sie Krug um Krug und hätte noch mehr füllen können, hätte sie noch mehr Gefäße gehabt. Das überflüssige Öl konnte sie dann verkaufen und ihre Schulden bezahlen. Und sie hatte noch genug übrig, um gut davon leben zu können.

Wenn man das so liest, könnte man gemeinerweise denken, dass doch jede Art von Rentenversicherung überflüssig ist, wenn man nur richtig betet, fliegen die gebratenen Tauben auf den Teller ist es so?

Nein, natürlich nicht.

Das Öl im Alten Testament soll hier den Heiligen Geist symbolisieren. Von dem Augenblick an, wo wir Christen wurden, sollen unsere Gefäße immer mit Öl (Heiligen Geist) gefüllt sein.  Es wird immer soviel davon da sein, dass wir unsere Schulden bezahlen können und immer noch genug davon haben, um davon leben zu können.

Das ist die Theorie. Und die Praxis?

Wenn wir uns eng an Jesus und unseren himmlischen Vater halten, werden wir gefüllt sein vom Heiligen Geist. Er wird uns immer helfen, dass wir gut leben können. Was ist gut?

Wir werden immer zu essen haben, immer genug Kleidung, immer ein Dach über den Kopf. Die einzige Bedingung ist, dass wir uns einlassen auf unseren großartigen Gott, der uns durch den Heiligen Geist leiten möchte, uns in die richtige Richtung  schubsen, auch wenn uns das oft nicht bewusst wird, wir es oft nicht verstehen und einfach nur glauben, dass Gott weiß, was er tut.

Ich bin zur Zeit in einer persönlichen Situation, wo auch ich nicht weiß, wohin die Reise geht. Da ist wirklich das einzige, worauf ich vertrauen kann – das Gott meine Zukunft bereits kennt und mich an die Hand nimmt. Das ist nicht immer wirklich einfach, wenn man voller Trauer und Schmerz ist.

Und dieses wird mir gerade jetzt wieder bewusst, ich will vertrauen, dass der Heilige Geist mir hilft und mich dahin schubst, wo mein Platz sein soll.

Und so hat mir heute diese Bibelstelle geholfen, meine Gedanken in die richtig Richtung zu lenken.

Lektion gelernt. Setzen.

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