2. Könige 2 … die Sache mit der neuen Schale

Und die Männer der Stadt [Jericho] sprachen zu Elisa: Siehe doch, die Lage der Stadt ist gut, wie mein Herr sieht, aber das Wasser ist schlecht, und das Land ist unfruchtbar. Da sprach er: Holt mir eine neue Schale, und tut Salz darein! Und sie holten sie ihm. Und er ging hinaus zu der Quelle des Wassers, und warf das Salz hinein und sprach: So spricht der HERR: Ich habe dieses Wasser gesund gemacht; es wird weder Tod noch Unfruchtbarkeit mehr daraus entstehen (2. Könige 2:19-22).

Jericho hatte eine gute Lage, aber das Wasser war schlecht und es wuchs auch nicht wirklich etwas gut.

Ist es nicht irgendwie heute auch so? Wir haben eine wunderbare Erde. Jeder Raumfahrer ist begeistert von unserem blauen Planeten. Aber geht es uns gut damit?

Treiben wir nicht einen absoluten Raubbau? Gerade gestern habe ich gehört, dass jeder Mensch 2000qm Fläche benötigt, um leben zu können. Das ist ein statistischer Wert. Auf diesen 2000qm muss alles produziert werden, von der Nahrung bis hin zu den Autowischergummis…

Aber so wie wir jetzt leben, mit unseren ganzen Konsum- und Umweltverhalten braucht jeder von uns 8000qm.

Wie lange wird das gut gehen? Ich bin fast 60 Jahre, für mich reicht es vielleicht noch. Aber für meine Kinder? Meine Enkelkinder? Und deren Kinder?

Was hat Elia gemacht? Hat er neue Kläranlagen gebaut, noch mehr Fortschritt, noch mehr Technik, alles besser, schneller, höher?

Nein, er brachte eine neue Schale. Etwas Neues musste her. Das alte ging nicht zu verbessern.

Genauso mit uns. Ein neues Denken muss her. Gehen wir sorgsamer mit den Dingen um, die unser Schöpfer uns gegeben hat, um die wir uns kümmern sollten. Solange bis das ganz Neue kommt (die ganz neue Schale mit frischem Wasser und Salz) – bis Christus wieder kommt und hier endlich wieder Ordnung schafft.

Dass alles wieder so wird, wie es sich unser himmlischer Vater einmal ursprünglich gedacht hat.

Und bis dahin kann nur jeder für sich selbst entscheiden, ob er 2000qm oder 8000qm braucht für die Dinge, die ihm scheinbar wichtig sind.

 

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2. Könige 1 …. Wen fragen wir zuerst?

Folgende Situation: König Ahasja stürzt und möchte gern wissen, ob er wieder gesund wird. Um das rauszukriegen, schickte er Diener zu Baal-Sebub, den Gott von Ekron.

Hallo? Er vertraute nicht dem Gott Israels, sondern wollte falsche Götter befragen? Das konnte doch nur schiefgehen. Er wurde nicht gesund.

Und wie isses mit uns? Rennen wir nicht auch ständig zu anderen Göttern, anstatt unseren himmlischen Vater zu fragen? Ist es nicht manchmal das Letzte, was wir tun? Irren wir nicht auch manchmal ewig umher, kriegen von 1000 verschiedenen Leuten, 1000 verschiedene Antworten? Und suchen wir uns dann die aus, die uns am angenehmsten ist? Wenn das dann in die Hosen und alles daneben geht,  ja dann, dann bitten wir Gott um Hilfe.

Ist es nicht oft so? Wie sehr haben wir verinnerlicht, dass wir zuallererst IMMER unseren Gott fragen? Den, der uns am besten und alle Umstände kennt und schon den fertigen Plan in der Tasche hat?

Wie oft vergessen wir das?

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2. Könige – eine Einführung in das Buch

Nun habe ich ein klitzekleines Problem.

Ich hatte mich zu Beginn meiner „Bibellese“ für einen Plan entschieden, der sich an das Buch „tägliches Manna – Mit der Bibel durch das Jahr“ anlehnt.

Nun habe ich es so begonnen und werde weiter so schreiben. Das Problem, was ich jetzt gerade habe ist, dass das Buch 2. Könige die Fortsetzung vom Buch 1. Könige ist (logisch). Und dieses war in meinem Plan einfach noch nicht dran.

Nun muss ich mich also mitten ins Geschehen stürzen und das sieht so aus:

Das zweite Buch der Könige ist eine Fortsetzung der Geschichte der Königreiche Israel und Juda bis zur Zeit der Wegführungen.

In den ersten Kapiteln sehen erleben wir Elia in seinen abschließenden Dienst und seine Entrückung. Dann kommt Elisa. In seinem Dienst und und durch seine Wunder offenbarte Gott seine Macht.

Es war Gottes barmherziger Aufruf an Israel, zu ihm umzukehren. Danach sehen wir die Geschichte des Niedergangs und des Abfalls in Israel und in Juda.

Zuerst wurde durch Assyrien das Haus Israel in die Gefangenschaft geführt. Im Königreich Juda fand unter Hiskia eine Erweckung statt, die unter Manasse und Amon einen Rückschlag erlebte.

Nach Josias Reform und Tod war Judas Verderben besiegelt. Das Buch endet mit dem Bericht von der Belagerung Jerusalems und von der Gefangenennahme.

Die Propheten Hosea und Amos übten ihr prophetisches Amt im Nordreich aus, während Jesaja, Jeremia, Joel, Obadja, Micha, Nahum, Habakuk und Zephania Propheten in Juda waren. Hesekiel diente prophetisch unter den Gefangenen, während Daniel in Babylon war. Die Unterteilung dieses zweiten Teils des Buches der Könige soll sich einfach gestalten.

Hm. Also da fange ich einfach mal an und schaue, wie ich vorwärts komme.

 

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Hebräer 13 – und die Gastfreundschaft

Eine chassidische Geschichte:

Rabbi Schmuel von Bryson war einer der von seiner chassidischen Richtung am höchsten geachteten Männer. Und er war reich.

Eines Tages kam eine große Gruppe von Kaufleuten nach Brysow, und zwar kurz vor Sabbatanbruch, so dass sie sich entschlossen, den Festtag über in der Stadt zu bleiben. Sie kamen zu Rabbi Schmuel und erkundigten sich, ob sie in seinem Hause wohnen und das Sabbatmahl mit ihm teilen dürften. Rabbi Schmuel erwiderte, er könne ihnen beides anbieten, allerdings nur gegen Bezahlung, und dann nannte er sogar noch eine recht hohe Summe, die sie für ihren Aufenthalt zu bezahlen hätten.

Die Reisenden waren befremdet, dass ein Chassid für die Wohltat der Gastfreundschaft Bezahlung  verlangte, aber da sie keine Wahl hatten, nahmen sie sein Angebot an. Und so aßen und tranken Kaufleute über den Sabbat zur Genüge, ja verlangten sogar noch erlesene Weine und ausgewählte Speisen als Entgelt für den hohen Preis, den sie zu entrichten haben würden. Auch zögerten sie nicht, alle möglichen Sonderwünsche zu äußern.

Als der Sabbat vorüber war und die Kaufleute ihre Reise fortsetzen wollten, traten sie in Rabbi Schmuels Studierzimmer, um die vereinbarte Summe zu entrichten. Der aber brach in Lachen aus:“Glaubt ihr, ich habe den Verstand verloren? Wie könnte ich Geld annehmen als Privileg, Reisenden Gastfreundschaft zu gewähren?“ Die Kaufleute sahen sich verständnislos an: „Warum habt Ihr uns denn dann nur unter der Bedingung aufgenommen, dass wir Euch hoch bezahlen?“

Da erklärte Rabbi Schmuel: „Ich fürchte, es könnte euch peinlich sein, auch genug zu essen oder die besten Weine zu trinken, wenn ihr euch nur als meine Gäste fühlt. Und  – seid ehrlich, hatte ich nicht recht?“

(Quelle: Hoffen wir das Beste v.  Axel Kühner)

Ja, das war ja dann dumm gelaufen für die Kaufleute. Aber so sind die Menschen.

„… Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt!“ Hebräer 13:2

 

PS: Das war jetzt das Buch des Hebräerbriefes. Schluss. Ab morgen geht es mit dem Buch 2. Könige weiter.

 

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Hebräer 12 – und weg mit dem Ballast

Ich finde, zu meiner heutigen Bibellese passt dieses Lied von Silbermond richtig gut.

Ballast ablegen

Ein Mensch war unterwegs zum Land seiner Sehnsucht.Es war eine lange und beschwerliche Reise.Endlich kam er an einem breiten Fluss. Er wusste: Drüben, am anderen Ufer, liegt das Land der Herrlichkeit – und er konnte es kaum erwarten, hinüberzukommen.

Der Mensch fand einen Fährmann mit seinem Boot, der bereit war, ihn so schnell wie möglich überzusetzen. „Aber“, sagte er, „du musst dein Gepäck hier lassen. Ich nehme nur die Menschen mit, ohne allen Ballast.“ Der Reisende erschrak sehr, und es schien ihm unmöglich, all die Dinge, die er angesammelt hatte, die er liebte, die er für lebensnotwendig hielt, die er auf seiner weiten Reise mühsam bis hierher geschleppt hatte, einfach abzulegen und am Ufer des Flusses zurückzulassen.

„Alles?“ fragte der Mensch, hoffend, doch ein wenig von seiner Habe mitnehmen zu können. „Alles. Ich nehme nur dich mit, ohne dein Gepäck, oder du bleibst hier mit deinen Sachen. Entscheide dich“, antwortete ernst der Fährmann.

(Nach einer alten Sage)

 

„… lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens …“ Hebräer 12:1-2

 

Ich bin schon fast 60 Jahre. In der Bibel steht, dass wir 70-80 Jahre alt werden. Den größten Teil meines Lebens habe ich definitiv hinter mir.
Ist es da nicht endlich Zeit, all den Kram abzulegen, den ich bei den „Überqueren des Flusses“ eh nicht mitnehmen kann? Einfach los lassen, das was man nicht wirklich braucht?
Ich bin dabei.

 

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