Hebräer 11 – Ein Leben, dass Gott gefällt

Heute  bin ich auf einen mir persönlich wichtigen Bibelvers gestoßen.

Dieser wäre:

„Weil Henoch glaubte, musste er nicht sterben. Gott nahm ihn zu sich; er war plötzlich nicht mehr da. Die Heilige Schrift bestätigt, dass Henoch so gelebt hat, wie es Gott gefiel.“ Hebräer 11:3

Nun meine ganz persönliche Geschichte dazu.

Mein Mann starb 2009 im Alter von 50 Jahren an den Folgen eines Magendurchbruchs. Von jetzt auf gleich war er nicht mehr da.

Ich hatte den allerbesten Ehemann der Welt, ein Familienmensch, ein wahrer Sonnenschein. Wir beide haben uns als Dream-Team empfunden. Es wird mir keiner glauben und ist doch wahr: wir hatten in all den 20 Jahren kein böses Wort für einander, keinen Streit, kein lautes Wort. Nix. Ja, es gab auch Meinungsverschiedenheiten, aber die wurde einfach so besprochen und geklärt.

Klingt wie ein Traummann. Ja, das war er.

Und dann der Schock. Magendurchbruch. 3 Wochen lag er im künstlichen Koma. Ich war jeden Tag viele Stunden an seinem Bett. Ich habe viel gebetet und Gott um Hilfe angefleht. Am Ende jedes Gebetes habe ich gesagt: „Aber dein Wille geschehe!“ Ich habe nicht entferntesten daran gezweifelt, dass es nicht Gottes Wille sei, dass er es nicht schaffen würde. Gott hat das Rote Meer geteilt, da ist es doch Pippifax mit so einem Magendurchbruch fertig zu werden. Kein Zweifel.

Einen Tag vor seinem Tod wurde er aus dem Koma geholt, die Nieren fingen wieder an zu arbeiten, auch konnte er wieder allein atmen. Wir haben drei wunderbare Stunden zusammen verbracht, weil wir dachten, das Schlimmste ist nun vorüber. Wir waren sooo glücklich und haben uns liebevoll verabschiedet – für den nächsten Tag.

Am gleichen Abend gegen 22 Uhr kam dann der Anruf: „Frau … wir müssen Ihnen mitteilen, dass …“

Ich habe es nicht verstanden, ich habe es nicht begriffen. So ein lieber Mensch! Ich kenne wirklich keinen, der ihn nicht mochte. Und das sollte Gottes Wille sein? Das hatte ich doch immer gebetet, dass es so geschehen soll, wie Gott es will ….

Dann bin auf diesen Bibelvers gestoßen. Hennoch wurde einfach so hinweg genommen….

Ich fragte mich, kann es sein, dass Gott meinen Mann einfach hinweg genommen hatte? Hatte er gesehen, wie groß sein Arbeitsdruck geworden ist, wie schwer ihm so manches viel, weil er nicht allen helfen konnte, so wie er es wollte?  Hat er gesehen, wie er darunter gelitten hat und dann gesagt: Nee, so geht es nicht weiter?

Auch wenn andere Christen über diese Bibelstelle anders denken mögen, aber ich bin heute fast 8 Jahre später davon überzeugt, dass es so war. Dass er die ganzen Entwicklungen an seinem Arbeitsplatz in diesen Jahren nicht geschafft hätte. Gott hat es gesehen und ihn „hinweg“ genommen.

Das glaubte ich damals und es hat mich durch die schwere Zeit getragen. Und ich glaube es heute auch noch. Gott macht keine Fehler. Es kann nur so gewesen sein.

Und in meiner Erinnerung ist er der allerliebste Mensch geblieben, den ich je kannte. Ihn konnte Gott nicht durch andere zerstören lassen.

Dafür kann ich danken. Heute.

Smilie

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